Heavy

Heavy

Jochen Distelmeyer

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Was hat sich die hiesige Rock- und Popwelt nicht alles von diesem Herrn abgeschaut? Jochen Distelmeyer, Sänger und Kopf der Hamburger Band Blumfeld, legt sein erstes Soloalbum vor.

Natürlich hat sich nichts Weltbewegendes an den Akkorden, Harmonien und Songs in den letzten Jahren verändert. Blumfeld war immer schon Distelmeyer - und Distelmeyer immer Blumfeld. Bis 2007 dann endgültig Schluss war. Blumfeld wurde zur Geschichte, Distelmeyer machte gezielt weiter. Verändert hat sich im Zuge dieses expliziten Wandels zum Solowerk im Grunde nur das, was unter der Oberfläche auf "Ich-Maschine" oder "L`Etat et Moi" brodelte, was dem Reaktionär von heute damals in den Neunzigern zwingender und ungestümer erschien.

"Heavy" beginnt 2009 auch ganz programmatisch: Zwei Minuten Jochens Stimme, Jochens Lyrik, Jochens Melodien allein im "Regen". Weiter geht es in der Tat etwas heftiger, verzerrt und zornig - "Wohin Mit dem Hass?" und auch "Er" erinnern an alte Zeiten, sind nur textlich eindeutiger und geschniegelter. Danach dann der Bruch: "Lass Uns Liebe Sein" katapultiert Distelmeyer auf den poppig flauschigen Tanzflur. Und so vereint "Heavy" irgendwie auch das, was die Hörerschaft in all den letzten Jahren gespalten hat, denn zwischen "Verstärker" und "Apfelmann" liegen glasklare Welten. Und wenn es für den einen die Stagnation im belanglosen Pop bleibt, hören die Anderen die Weiterentwicklung im Erwachsenen. Man muss sich bei diesem Herrn eben entscheiden, auch wenn es heavy ist!

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