Zukunftsmusik

Zukunftsmusik

Tone

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Battle-Rap. Kaum eine Spielart von Hip Hop sorgt im Moment so für Furore wie die Selbstüberhöhungen und gleichzeitigen Beleidigungen anderer Rapper. Der Frankfurter Tone kann für sich beanspruchen, damit der erste hierzulande gewesen zu sein.

„Konkret Finn“ hieß Mitte der Neunziger seine Crew und „Ich diss Dich“ der Track, unbestritten ein Klassiker des deutschen Hip Hop. Trotzdem ist Tone der große Erfolg (bislang) verwehrt geblieben. Dabei sind seine reimtechnischen Qualitäten unbestritten, wie man jetzt auf seinem ersten Solo-Album „Zukunftsmusik“ nachhören kann. Fünfzehn Jahre unterwegs, doch erst jetzt das Solo-Debut? Gründe für den langen Anlauf gibt es viele: Lange Zeit hatte er am Split von Konkret Finn zu knabbern, Schritt für Schritt trat er zurück ins Rampenlicht. Rappte bei den Brothers Keepers, bildete mit Xavier Naidoo, Bintia und Billy Davis die Gruppe „Fourtress“. Selten gab es in Deutschland einen MC zu hören, der soviel Autorität ausstrahlt. Tone platziert Frankfurt mit einem lauten Knall wieder in der Mitte der Landkarte. Er spornt Azad zu ein paar seiner besten Lines seit langem an. Dabei nimmt Tone nicht nur den Mund ziemlich voll, sondern findet auch noch Zeit, Grenzen zu verschieben. Er kennt keine Berührungsängste vor orientalischen Beats, türkischen Raps und „Carmen“ -schmetternden Diven. Tone geht Risiken ein, bietet Angriffsfläche und wischt mit „Würd ich nicht rappen“ alle Zweifel an seinem Können weg. (fs)

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