In einem Interview hat Kurt Ebelhäuser, Gitarrist von Blackmail und Scumbucket und Produzent von Alben der Donots bis zu Dioramic, kürzlich erläutert, worin sein Job auch besteht: „Wenn eine Band mit einem Refrain nicht zufrieden ist, komponiere ich eben etwas dazu“. Was arrogant klingt, wird vom neuen Scumbucket-Album schnell relativiert. Ebelhäuser weiß wovon er spricht: „Sarsaparilla“ bietet hymnische Refrains im Dutzend, überraschende Breaks und Bridges, die es zum eingängigsten Scumbucket-Album bis dato machen.
Psychedelische Ausflüge oder ausufernde, instrumentale „Zerfickungen“ (O-Ton Ebelhäuser) spart sich die Band diesmal für ihre Liveshows auf. Stattdessen gibt’s hochkonzentrierte Songs mit krachenden Gitarren, die man eigentlich schon im Schrank der Geschichte wähnte. Würden Scumbucket nicht mit dem unbeugsamen Stolz der ewigen Indiehelden mit Geheimtipp-Status in die Saiten dreschen als wäre Grunge nicht mit Kurt Cobain gestorben.









