Feral Harmonic

Feral Harmonic

Old Canes

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der Appleseed Cast-Frontmann hat über dreieinhalb Jahre im heimischen Kellerstudio verbracht. Hervor bringt er nun schlussendlich ein Soloalbum mit ganz viel Folkspielereien, Indiecharme und Bandmomenten.

Bärtig und grau ist Chris Crisci geworden. Aber so geschniegelt und geleckt wie die emotional angeschlagenen Zuschauer, die früher vor der Bühne bei den Appleseed Cast-Shows standen, sah Crisci ja nie aus. Er war immer eher ein unstylischer, ruhiger Frontmann. Und in den letzten Jahren hat der Kauz sich noch weiter zurückgezogen, um "Old Canes" zu vertonen.

Eine bunte Zusammenstellung folkiger, rockiger und poppiger Singer/Songwritermomente ist es geworden, die Crisci auf "Feral Harmonic" im Alleingang in ein Bandgewand gesteckt hat. Gitarre und Mandoline, Banjo und Bläser, Piano und Polterschlagzeug erinnern hier und da an späte Appleseed-Melodien und -Wendungen. Manchmal wäre weniger Instrumentierung fast etwas mehr gewesen, aber nichtsdestotrotz ist diese Kellerarbeit eine schöne geworden, die Crisci live mit der Unterstützung von Boys Life-, Minus Story- und 4th Of July-Leuten umsetzt. Dates für Deutschland? Leider bisher Fehlanzeige.

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