Bastian Asdonk aus Berlin und Benjamin Osborn, ursprünglich aus London, haben ihre elektronischen Referenzen nahezu getilgt: um die Jahrtausendwende setzten sie eher auf Club-Sound als auf Garagen-Klang.
Erstaunlich, mit welcher Balance sie einerseits durch ihre Tracks navigieren, anderseits aber auch zwischen den Modi Rock und Electro wechseln können. "Too Much Too Quick" beispielsweise klingt nach düsterem 80er-Pop, "Quinine & Juniper" hingegen erinnert mit seinen nervösen Gitarren stark an Maxïmo Park. Genau diese Flexibilität ist ein großer Fortschritt nach ihrem Debüt "Gift Of The Gab".
Neonman vereinen also Gegensätzlichkeiten. Ihren Songs haftet eine Schnodderigkeit an, als hätte man diese nicht wirklich bis ins letzte Detail konzipiert. Aber gleichzeitig transportieren sie dabei eine Eingängigkeit, die ihr Album sehr schnell angenehm zugänglich macht.
Fazit: Klingt ein bisschen nach öffentlicher Probe - allerdings auf höchstem Niveau, absolut empfehlenswert.









