Namitos Leben verläuft im Schlingerkurs. Im Zeitraffer: Die Flucht aus dem Iran in den 70er Jahren verschlägt ihn nach Berlin, wo er sich einige Jahre einer Bagwan-Kommune anschließt. Nachdem er einmal rund um den Globus gereist ist, taucht er Mitte der 90er Jahre in die Berliner Technoszene ein. Wenig später schenkt ihm Andreas Grosser, Weggefährte des Krautrockers Klaus Schulze, sein komplettes Studioequipment. Trotzdem erscheint Namitos Debütalbum erst jetzt, 2009.
"11" enthält sinnigerweise elf Tracks, die mit einer Selbstsicherheit aus den Boxen walzen, die man sich wohl nur aneignet, wenn das eigene Leben solche Kapriolen schlägt. Hier und da lässt Namito in seinen Tracks das musikalische Erbe des Orients aufblitzen, ohne sie damit zu überfrachten oder zwanghaft auf Crossover-Effekte zu schielen. Namito verlässt sich lieber auf sich selbst, so kommen auch Ausflüge ins Trancige absolut zwangsläufig und selbstverständlich daher.








