Gefunden an der Popakademie, aufgenommen in Hamburg mit Swen Meyer (Kilians, Tomte, Kettcar, usw.). Mirkoboy hört man jene Koordinaten deutlich an: Alles sitzt am rechten Fleck, alles ist gut gemacht, die Kettcar-Karten sind praktisch neu gemischt. Denn hier treffen Klavier-Würmer auf straightes Schlagzeugspiel, bekanntes Laptop-Geplucker auf zart perlende Emo-Gitarren. Pop-Profis eben!
Textlich hat das sicher auch die eine Hand und den anderen Fuß, wenngleich die plakativen Äußerungen doch nicht selten etwas Überhand nehmen und dem Ganzen einen wackligen Überbau verpassen. Ehrlichkeit nennt man dies im Info, nun gut. Deutsch-Pop, der hoch hinaus will, genauso angelegt ist und davon ein Lied singen kann, so könnte man es auch nennen. Manchmal fehlt leider eben der Ausbruch, das Unausgefeilte, die Kantigkeit, das Eigene und die ehrliche Heftigkeit. Aber das kann ja noch werden, denn hier sind ja schließlich Profis am Werk, die wissen, wo sie hin wollen.








