Grinderman 2

Grinderman 2

Grinderman

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der Cave spaltet auch 2010 noch die geschmäcklerischen Geister. Kult oder Kacke? In jedem Fall ist Cave ein straighter Typ, der das macht, was er für richtig und gut erachtet - mit Grinderman beweist er ein zweites Mal auf Albumlänge, dass diese Geradlinigkeit es auch ganz schön krachen lassen kann.

2007 ist Nick Cave erstmals mit einem Longplayer unter dem Projektnamen Grinderman an die Öffentlichkeit getreten. Mitstreiter bei diesem (manche sagen infantilen, andere avantgardistischen) Unterfangen sind seine drei Bad-Seeds-Kollegen: der Multiinstrumentalist Warren Ellis, Bassist Martyn Casey und Schlagzeuger Jim Sclavunos.

Und es scheint fast so, als würde Grinderman ein Projekt sein, das in erster Linie eben auch nur für die Macher selbst bestimmt ist. Denn sie toben sich darauf aus, machen das, was sie wollen, setzen um, was ihnen der benebelte Kopf, der hungrige Bauch und die schwarze Seele vorgeben. Verweigerung in ausgezeichneter Form ist das, wenngleich Teil 2 doch etwas ausgewogener als das Debüt daherkommt - auch wenn man hier von Ausgewogenheit eigentlich gar nicht reden darf!

Die Musik rumpelt und kracht mit Fuck You-Attitüde durch die Gegend und die gesammelten Riffs schwirren wie betrunken durch die Garage. Beängstigend und angsteinflößend, komromisslos und strukturoffen. Das ist irgendetwas Lautes zwischen Blues und Rock, gemacht von Noisefreigeistern, die auf ihre alten Tage nochmals ordentlich auf den Putz hauen. Kult oder Kacke? It's Cave, man!

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