Der Bart ist zerzaust, die Extremitäten tätowiert und ihre Klamotten so geschmacksfrei, dass sie schon wieder Stilmaßstäbe setzen. The Cave Singers sind Nerds, die ihr Ding machen. Das Trio aus Seattle, das selbstredend kein unbeschriebenes Blatt ist, wohlgleich aber mit seinem zweiten Album positiv zu überraschen weiß. Die Band um den ehemaligen Pretty Girls Make Graves-Bassisten Derek Fudesco frönt auf "Welcome Joy" dem Folk at it's best und dem Rock in seiner Ursprünglichkeit.
Die Referenzen reichen dabei von Led Zeppelin über Will Oldham, von Iron And Wine bis Fleetwood Mac und werden auch einem Bon Iver- bzw. Volcano Choir-Begeisterten gefallen. Weil The Cave Singers nämlich mit Natürlichkeit, Unaufgesetztheit und herrlich herbstlicher Lässigkeit spielen; und weil "Welcome Joy" zwar alles andere als eine lustige Unterhaltsamkeit ist und dabei aber doch fast schon eine sommerliche Euphorie versprüht. Das macht natürlich Spaß!







