Native Speaker

Native Speaker

Braids

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Bei dem Debüt von Braids begegnen einem verträumte Melancholie und experimentelle Klänge. Dennoch wird hier aus dem Pop mit großer Kelle geschöpft.

 

Aus angeblich purer Langeweile, haben sich die Mitglieder von Braids in ihrem letzten Jahr an der Highschool getroffen. Damals noch unter anderem Namen, begannen die Studenten dem Zustand der Ohnmacht entgegenzuwirken und Musik zu machen. Keine schlechte Idee. Mittlerweile ist das kanadische Quartett geschlossen von Calgary nach Montreal gezogen und debütiert mit "Native Speaker".

Braids sind wie ein Fluss. Unaufhaltsam nehmen die Melodien Fahrt auf, brechen sich an Stromschnellen, lassen Steine im Flussbett klackern und enden schlussendlich in den Weiten ihres Sounds. Treibend in einem Moment, um im hypnotischen Zustand auf der Stelle einen Strudel zu bilden, spielen sie ihre kraftvoll flimmernden Songs. Knarzige Flickereien gehen Hand in Hand mit klaren, einprägenden Pop, der stets auf der Oberfläche treibt. 

Nicht immer ganz leicht. Denn wie bei dem Naturbeispiel gibt es neben den seichten Stellen immer wieder tiefere Momente, in denen das Waten anstrengender ausfällt. Zumal die Lieder zwischen einer Länge von vier bis sechs Minuten auch nicht kurz nebenbei zu hören sind. Aber wer schmeißt sich auch schon mal gerade nebenbei in einen Fluss? 

 

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