Gloss Drop

Gloss Drop

Battles

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Vier Jahre nach dem ersten Album "Mirrored" legen Battles nach. Ein Mitglied ist in der Zeit gegangen. Geblieben sind bei "Gloss Drop" die knallbunten Soundexperimente und ein alles zusammenhaltender Groove.

Tyondai Braxton ist raus. Vor einem Jahr hat er Battles verlassen, widmet sich fortan seinem Soloprojekt und die Brooklyner sind nun als Trio unterwegs. Mehr als seine comicartigen Gesangspassagen sind damit passé, denn Braxton hatte einen erheblichen Einfluss auf den Sound von Battles. Dafür wurde auf dem zweiten Album Platz für einige Gäste gemacht. Unter anderem handelt es sich dabei um Kazu Makino von Blonde Redhead oder New Wave Pionier Gary Numan.

Doch Gesang wie Melodie ist sekundär für Battles, die vor allem von ihrer Rhythmik leben. Davon gibt es auch bei "Gloss Drop" reichlich und es ist erneut ein purer Hörgenuss, Ex-Helmet Schlagzeuger John Stanier bei der Bearbeitung seines Instruments zuzuhören. So tight gespielt, wie Skinny-Jeans sitzen.

Ob nun Avantgarde, Mathrock, Elektronik oder einfach nicht zu wissen, woher die Klänge eigentlich kommen: Battles toben sich in ihrer musikalischen Akrobatik aus, wenn auch die Spannung und Raffinesse des Debüts nicht erreicht wird. Aber mit Titeln wie "Africastle" , "Ice Cream" oder "My Machines" haben sie wieder ein paar wundervolle Knaller dabei: bunt und berauschend, dynamisch und zu keiner Sekunde langweilig.

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