Aufgang

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Aufgang

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Aufgang drehen den Spieß um. Suchten bislang Technoproduzenten wie Moritz von Oswald, Carl Craig oder Jeff Mills in der Klassik nach musikalischen Gemeinsamkeiten, widmen sich hier drei klassisch ausgebildete Musiker der Clubkultur. Und kommen dabei viel weiter auf der Suche nach etwas Neuem.

Bisherige Annäherungen zwischen Techno und Klassik hatten als Ausgangspunkt zumeist Techno. Die beiden Pianisten Rami Khalifé und Francesco Tristano Schlimé und ihr Schlagzeuger Aymeric Westrich wurden alle drei an Musikhochschulen ausgebildet, ohne einen akademischen Zugang zu Techno zu haben. „Sonar“ hieß programmatisch ihr erster Track, den sie beim gleichnamigen Festival in Spanien aufführten und Begeisterung ernteten.

Von Technodogmen verabschieden sich die drei Musiker auf „Aufgang“ schnell. Und machen so den schwachen, an peinliche Begegnungen zwischen Heavy Metal und Klassik erinnernden Auftakt des Albums vergessen. Die restlichen Tracks sind rhythmisch unglaublich vertrackt, weil zumeist eines der eingesetzten Pianos als weiteres Rhythmusinstrument funktioniert. Dass dabei auch sommerliche Housetracks wie „Good Generation“ entstehen können, spricht für die Klasse der Beteiligten. Aufgang schaffen es Techno ein gänzlich neues Terrain zu eröffnen, auf dem das Experiment über der Funktionalität steht. Und die Aufregung rund um einen neuen Track länger hält als ein paar Wochenenden.

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